Demand

Im Gestaltungsfeld „Nachfrage“ wirken die Bedarfsmengenreduzierung, die Bedarfsbündelung und die Nachfragekooperation bei Systemen, Baugruppen, Artikeln, Teilen sowie den RHB-Materialien als wichtige Hebel einer Supply-Marktstrategie. Dabei müssen zunächst alle konstruktiven Alternativen geprüft werden, um eine Bedarfsmengenreduzierung zu erzielen. Bedarfsbündelungen für einen größeren Zeitraum können durch Rahmenverträge zu günstigeren Konditionen führen. In Nachfragkooperationen schließen sich mehrere innerbetriebliche und/oder außerbetriebliche Nachfrager zusammen, um ebenfalls bessere Verhandlungsergebnisse gegenüber Lieferanten zu erzielen (siehe Abb.).

Der Begriff „Demand“ sollte nicht mit der Nachfrageplanung (Demand Planning – DP) eines APS-Systems verwechselt werden. Beim Demand Planning – es handelt sich um Teilaufgaben des Sales and Operations Planning (SOP) – werden zukünftige Bedarfe aufgrund von Prognosen, saisonalen Entwicklungen und auf Basis vergangenheitsbezogener Daten geschätzt [Vgl. Brown; Entwicklungstendenzen des Supply Chain Managements; S. 69].

Demand Bild

Abb.: Gestaltungsfelder und Hebel einer Supply-Marktstrategie (nach G. Heß; Supply-Strategien in Einkauf und Beschaffung)

15M-Architektur®: Modul 7: Gestaltungsfelder analysieren und strategische Optionen identifizieren [Heß; Supply-Strategien; S. 183-262]

Quellen/Literaturhinweise: Brown, Martin; Stand und Entwicklungstendenzen des Supply Chain Managements; Kassel University Press Kassel (2009) Heß, Gerhard; Supply-Strategien in Einkauf und Beschaffung; 2. Auflage (2010); Gabler Verlag Wiesbaden

Verbundene Schlagworte: Weiterbildungslehrgang Einkaufscontroller

Vertiefungen/Studien:

Weiterführende Links: Heß, Gerhard; Supply-Strategien in Einkauf und Beschaffung; 2. Auflage (2010); Gabler Verlag Wiesbaden

Werner, Hartmut; Supply Chain Management: Grundlagen, Strategien; 3. Auflage (2008); Gabler Verlag Wiesbaden

Autor: M. Reed – 20090928