Die folgenden Inhalte sind im Aufbau ...

Die fünf Strategiebausteine der 15M-Architektur Version 2.0

Die Supply-Strategie setzt sich aus fünf Strategiebausteinen und 15 Modulen zusammen. Die Strategiebausteine sind voneinander so unabhängig, dass sie auch einzeln bzw. in unterschiedlicher Reihenfolge implementiert werden können:

Strategiebaustein 1 Supply-Rahmenstrategie:
Strategische Ausrichtung des Einkaufs    mehr

Strategiebaustein 2 Supply-Marktstrategien:
Strategische Ausrichtung je Beschaffungsmarkt    mehr

Strategiebaustein 3 Lieferantenstrategien:
Strategische Ausrichtung des Umgangs mit je einen Lieferanten    mehr

Strategiebaustein 4 Supply-Prozessstrategien:
Strategische Ausrichtung der Prozesse im Supply Management    mehr

Strategiebaustein 5 Supply-Performance Management:
Steuerungsprozesse im Supply Management, insbesondere auch Einkaufsmanagement und Reifegradmanagement    mehr

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Ă„nderungen in der 15M-Architektur der Supply-Strategie 2.0

GegenĂĽber der 15M-Architektur der Supply-Strategie 1.0 aus dem Jahre 2008 haben sich in der 15M-Architektur 2.0 (2016) folgende Ă„nderungen ergeben:

Auf Ebene der Strategiebausteine wird der Strategiebaustein 4 Prozessstrategien neu aufgenommen. Die Optimierung und Steuerung der Prozesse war bisher als ein Aspekt in Modul M12 berücksichtigt. Diese Verankerung wird in keiner Weise der Bedeutung vom Prozessmanagement und von den Prozessstrategien im Supply Management gerecht. Insofern wurde der neue Strategiebaustein Prozessstrategien mit den Modulen N12 „Prozesse dokumentieren und analysieren“ sowie N13 „Prozessziele und Prozessstrategien formulieren“ aufgenommen. Der Strategiebaustein 4 Performance Management wird somit zum neuen Strategiebaustein 5.

Innerhalb von Strategiebaustein 1 Rahmenstrategie wird die Trennung in die beiden Teile Direktion und Koordination aufgegeben und es erfolgten einige Präzisierungen:

Die Module M01 „Basisstrategie definieren“ und Modul M02 „Supply-Ziele formulieren“ werden in ein Modul N01 „Wertbeitragsziele festlegen“ zusammengeführt. Die Trennung in qualitative Vorgaben für das Supply Management und quantitative Ziele, die dann im Einkaufscontrolling gesteuert werden, hat sich nicht bewährt. Einerseits waren die Übergänge zu fließend, andererseits wird empfohlen möglichst alle strategischen Vorgaben und Ziele zu operationalisieren und zu steuern, so dass Redundanzen nicht zu vermeiden waren. Ferner wird der Begriff „Basisstrategie“ als die Summe der strategischen Vorgaben für das Supply Management aufgegeben. In den letzten 10 Jahren hat sich der Begriff „Wertbeitragsziele“ in der Praxis durchgesetzt. Es wird dieser Entwicklung gefolgt.

Aus der Basisstrategie Modul M01 wird die Formulierung einer Supply-Vision herausgelöst, inhaltlich angereichert und als ein neues eigenständiges Modul N02 „Supply-Guideline formulieren“ verankert. Die Bedeutung von Vision und Leitbild wurde ursprünglich unterschätzt und es wurde deshalb anfangs akzeptiert diesen Aspekt als Fremdkörper in die Basisstrategie aufzunehmen. Mit der Neupositionierung der Supply-Guidelines als eigenes Modul wird die hohe Wertschätzung von Guidelines in der Praxis zum Ausdruck gebracht.

Ebenso unterschätzt wurde die Bedeutung der strategischen Analyse als Vorbereitung der Strategieformulierung. Deshalb wird ein neues Modul N03 „Strategische Analyse durchführen“ aufgenommen. Dabei werden verschiedene Analyseelemente, die bisher in anderen Modulen verankert waren, integriert. Hervorzuheben sind – wie bereits erwähnt – die Analyse der Top-Risiken sowie das alte Modul M04 „Supply-Märkte definieren und priorisieren“.

Modul M03 „Strategy Map entwickeln“ wird zu Modul N04 „Strategische Ausrichtung formulieren“. Die ursprüngliche Modulbezeichnung wurde als zu eng empfunden. Inhaltlich ändert sich nicht viel. Einzig die Fortentwicklung der Definition der strategischen Märkte sowie der Prozesslandkarte wird in diesem Modul ergänzt.

Nachdem die Steuerung der Prozessstrategien aus dem alten Modul M12 herausgelöst wurde, sind die zu koordinierenden Inhalte eher gering und werden in N03 und N04 integriert. Das Modul kann damit entfallen.

Modul M13 „Supply-Managementsystem entwickeln“ wird in N14 integriert und kann somit entfallen. Letztlich dient das Managementsystem (Aufbauorganisation, Personalmanagement, Führung und Kommunikation) der strategischen Steuerung und wird deshalb in diesem Rahmen verankert.

Die Strategiebausteine 2 Marktstrategien und 3 Lieferantenstrategien sind nahezu unverändert. Als einzige Änderung wird die Lieferantenklassifizierung von Modul 09 Lieferanten bewerten nach Modul 11 Lieferantenziele und –strategie formulieren verschoben. Die Lieferantenklassifizierung stellt die Schnittstelle zwischen Bewertung und Strategie dar. Mit der neuen Verankerung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Klassifizierung nicht im Sinne einer Zusammenfassung der Bewertung missverstanden werden darf, sondern als ein erster strukturierender Schritt im Rahmen der Strategieformulierung zu sehen ist.

Das Performance Management wird inhaltlich fortentwickelt. Das Modul Supply-Strategie steuern (N14) wird inhaltlich ganz erheblich erweitert. Es fasst die gesamte Steuerung der vier strategischen Ebenen zusammen. Über die reine Steuerung von Zielen, Kennzahlen, Programmen, Projekten und Maßnahmen rücken die Steuerungsprozesse verstärkt in den Fokus. Hierzu sind die weiteren Managementfunktionen (Aufbauorganisation, Personalmanagement, Führung, insbesondere auch Kommunikation) bedeutsam und werden deshalb an dieser Stelle mitbetrachtet. Die systematische Entwicklung des Supply Managementsystems (Modul M15) wurde in den letzten fünf Jahren mit dem Konzept des Reifegradmanagements intensiv ausgearbeitet und weist eine völlig neue Qualität auf. Das Modul N15 wird in „15M-Reifegrad entwickeln“ umbenannt.

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